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18|08|2020

Steuertipp: Mit neuen Fenstern bis zu 40.000 Euro sparen

Frankfurt/Main. Ab diesem Jahr bietet die Bundesregierung im Rahmen des Klimaschutzprogrammes 2030 eine steuerliche Förderung für die energetische Gebäudesanierung: 20 Prozent ihrer Sanierungskosten können Eigenheimbesitzer und Modernisierer direkt von der Steuerschuld absetzen. Frank Lange, Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF) in Frankfurt am Main, verrät, worauf man bei den lukrativen Förderungen achten muss – und wo am Haus die Sanierung besonders lohnt.

Der Höchstbetrag der Steuerermäßigung beträgt 40.000 Euro, maximal 20 Prozent der Sanierungskosten verteilt über drei Jahre können direkt von der Steuerschuld abgesetzt werden: Im ersten und zweiten Jahr sind es jeweils 7 Prozent und im dritten Jahr noch einmal 6 Prozent der Aufwendungen. Es sind also Aufwendungen für Sanierungsmaßnahmen im Umfang von bis zu 200.000 Euro förderungsfähig. Betragen die Kosten beispielsweise 50.000 Euro, kann der Steuerpflichtige insgesamt 10.000 Euro von der gezahlten Einkommenssteuer zurückerhalten. In den ersten beiden Jahren sind es jeweils 3.500 Euro und im dritten Jahr 3.000 Euro.

Neben der Bedingung, dass das selbstgenutzte Ein- oder Zweifamilienhaus zu Beginn der Sanierungsmaßnahmen älter als zehn Jahre ist, müssen die Arbeiten durch ein Fachunternehmen mit anschließender Fachunternehmerbescheinigung ausgeführt werden – laut Bundesministerium der Finanzen (BMF) können nur Meisterbetriebe solche Fachunternehmen sein. Eigenleistungen werden nicht berücksichtigt. Wichtig sind auch die zu erfüllenden Anforderungen an neue Fenster: Sie müssen einen Wärmedämmwert, den U-Wert, von 0,95 W/(m²K) einhalten. Die steuerliche Förderung gilt bis Ende 2029 und kann unbürokratisch über die Steuererklärung zusammen mit der Fachunternehmerbescheinigung geltend gemacht werden. Gefördert werden sowohl Komplettsanierungen als auch Einzelmaßnahmen wie z.B. Fenster mit Sonnenschutz und dessen Steuerung. Wo aber lohnen sich energetische Sanierungsmaßnahme daheim besonders?

Vor allem Fenster mit Einfachglas und bis 1995 übliche Fenster mit unbeschichtetem Isolierglas sind wahre Energieverschwender, zehn bis dreißig Liter Heizöl bzw. Kubikmeter Erdgas pro Quadratmeter Fensterfläche können im Vergleich zu einem neuen Fenster unnötig verloren gehen. „Würde man heute in Deutschland alle geschätzten 266 Millionen Fenstereinheiten dieser Art austauschen und durch moderne Fenster mit einem U-Wert von 0,95 W/(m²K) und einem g-Wert von 62 % ersetzen, könnten wir 61 Milliarden Kilowattstunden im Jahr einsparen, das entspricht 14,1 Millionen Tonnen CO2. Diese Energieeinsparung ist einer der Hauptgründe, warum der Austausch von alten Fenstern durch neue energieeffiziente Konstruktionen steuerlich gefördert wird“, wie Lange betont. „Gerade im Fenster- und Türenbereich lässt sich eine beträchtliche Menge Energie einsparen.“

Wer überlegt, sein Geld sinnvoll zu investieren, sollte sich also über neue steuerliche Förderungen informieren und eine Fenstersanierung in Betracht ziehen. Gerade moderne Fensterkonstruktionen mit Dreifachisolierglas helfen dank ihrer sehr guten Wärmedämmeigenschaften und hohen solaren Gewinne dabei, die eigenen Heizkosten zu verringern und zugleich den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Mit neuen Fenstern verschönert man das eigene Zuhause, schafft eine nachhaltige Wertsteigerung der Immobilie und kann sich eine Menge Geld vom Staat zurückholen – und darüber hinaus etwas für das Klima tun. VFF/FS

Expertentipp: Weitere Informationen zu den aktuellen Einsparmöglichkeiten durch moderne Fenster gibt es natürlich bei Ihrem örtlichen Fensterfachbetrieb. Online können Sie unter fenster-koennen-mehr.de und www.fensterratgeber.de mehr Informationen finden. Einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Fördermöglichkeiten des Bundes, der Länder und der Europäischen Union bietet außerdem die Seite www.foerderdatenbank.de. KfW-Förderprogramme finden sich unter www.kfw.de und eine Liste zugelassener Energieberater wurde unter www.energie-effizienz-experten.de veröffentlicht.

Bild 1: goodluz / Fotolia

Bild 2: Nattanan Kanchanaprat / Pixabay

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Verband Fenster + Fassade

18|08|2020