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Förderung und Finanzen

Steuerliche Förderung und neue KfW-Bedingungen

 

Rückenwind für energieeffizientes Bauen und Sanieren!

Jetzt in 2020 ist es endlich soweit: Nach jahrelangem Hin und Her ist die von dem VFF immer wieder angemahnte steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierung jetzt Realität. Sie wurde zusammen mit anderen Maßnahmen des Klimaschutzprogrammes 2030 der Bundesregierung im Klimaschutzgesetz (KSG) noch vor Weihnachten beschlossen und ist somit noch rechtzeitig in Kraft getreten. In diesem Zusammenhang wurde auch das KfW-Förderprogramm für energieeffizientes Bauen und Sanieren in zahlreichen Punkten angepasst und optimiert.

I. Steuerliche Förderung

Das Gesetz zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 im Steuerrecht ergänzt das Einkommensteuergesetz um den § 35c „Steuerer­mäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken ge­nutzten Gebäuden“. 20 Prozent der Aufwendungen können direkt von der Steuerschuld abgesetzt werden. Diese verteilen sich auf drei Jahre. Im Ka­lenderjahr des Abschlusses und im folgenden Jahr ermäßigt sich die Ein­kom­mensteuer „um je 7 Prozent der Aufwendun­gen des Steuerpflichtigen, höch­stens jedoch um je 14 000 Euro, und im übernächsten Kalenderjahr um 6 Prozent der Aufwendungen des Steuer­pflichtigen, höchstens jedoch um 12 000 Euro für das begünstigte Objekt. Voraussetzung ist, dass das begünstigte Objekt bei der Durchführung der energetischen Maßnahme älter als zehn Jahre ist; maßgebend hierfür ist der Beginn der Herstellung.“ Zu den jeweils förderfähigen energetischen Maßnahmen zählt das Gesetz die „Erneuerung der Fenster oder Außentüren“ und auch die „Erneuerung oder den Einbau einer Lüftungsanlage“. Weitere Regelungen wie den Höchstbetrag der Steuerermäßigung von 40 000 Euro je begünstigtem Objekt oder die steuerliche Förderung von Energieberatern um 50 Prozent finden Sie im ausführlichen Gesetzestext hier.

Mit dem Gesetz tritt die „Verordnung zur Bestimmung von Mindestanforderungen für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden nach § 35c des Einkommensteuer­gesetzes“ in Kraft hier. Sie regelt auch die Anforderung an ein Fachunter­nehmen, wozu die unsere Branche betreffenden Gewerke „Zimmer-, Tischler- und Schreinerarbeiten“, „Glasarbeiten“ und „Metallbau“ zählen. Die Metallbauer wurden erst aufgrund eines Einspruchs des VFF in diese Liste aufgenommen. Die Voraussetzungen für die Förderfähigkeit regeln für die „Erneuerung der Fenster oder Außentüren“ die Anlage 4, für die „Erneuerung oder den Einbau einer Lüftungsanlage“ die Anlage 5 und für den „Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung“ die Anlage 7. Die Hinzuziehung von Energieberatern ist nicht verpflichtend. Grundsätzlich reicht als Nachweis die Handwerkerrechnung der Fachunternehmen.

II. Neue KfW-Förderbedingungen

Im Einklang mit der Gesetzesänderung hat die KfW zum Januar 2020 eine Reihe ihrer Konditionen und Produkte für energieeffiziente Bau- und Sanierungs­maßnahmen aktualisiert. So profitieren Bauherren und Sanierer zum Beispiel ab dem 24. Januar 2020 in vielen Produkten wie bei der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder beim Kauf oder Bau eines KfW-Effizienzhauses oder aber auch bei Einzelmaßnahmen von höheren Tilgungs- und Investitionszuschüssen sowie Kreditbeträgen. Die Einzelheiten der Verbesserung der Förderkonditionen für Gebäudesanierungsprogramme finden Sie hier. In einigen KfW-Förderprodukten gab es eine Erhöhung der Zinskonditionen zum 7. Januar 2020; die genauen Zinskonditionen finden Sie hier

Weiterhin können private Eigentümer oder Mieter ab sofort wieder Zuschüsse für den Abbau von Barrieren und für mehr Wohnkomfort beantragen. 2020 stehen sogar mehr Mittel zur Verfügung: Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) hat die verfügbaren Fördermittel um 25 Millionen auf insgesamt 100 Millionen Euro erhöht. Das BMI und die KfW reagieren damit auf die anhaltend hohe Nachfrage nach finanzieller Förderung für barrierereduzierende Maßnahmen. Sämtliche Informationen zum „Investitionszuschuss Barrierereduzierung“ finden Sie hier.

Flyer KfW-Förderbedingungen - Klimaschutz mit Glas und Fenster (Stand 2020).

Was kostet es mich, Energie einzusparen?

 

Was es tatsächlich kostet, Energie einzusparen, können die, die es genau wissen wollen, der folgenden Studie entnehmen:

Download: Studie "Mehr Energie sparen mit neuen Fenstern"